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Die Top 5 Tipps: Aufräumen und Ordnung im Kinderzimmer

Aufräumen und Ordnung im Kinderzimmer

Es ist das Dauerbrennerthema im Kinderzimmer: die Ordnung und Unordnung. Und sie begleitet uns Eltern von dem Moment der Geburt bis zum Auszug unserer Sprösslinge – über die Grenzen des eigenen Reiches hinaus werden Spielzeug, Bücher, Schulsachen und Kleidung großzügig im gesamten Wohnraum verteilt.

Manchmal – nur ganz selten – kann das zu einer kurzfristigen Belastungsprobe der Beziehung werden.In unserem ersten Teil möchten wir mit Ihnen unsere pädagogischen Tipps teilen – im zweiten Teil wird es die technischen Tipps geben – unsere Ideen für jede Kinderzimmer!

Man könnte gar annehmen, dass Kindern Ordnung gänzlich unwichtig ist – welch ein Irrtum! Kinder brauchen Struktur und Sicherheit in ihrem Umfeld. Zum einen müssen sie sich zugehörig und geborgen fühlen, aber auch das Umfeld muss eine solche Struktur und Geborgenheit vermitteln. Deshalb:

Unsere Top 5 Aufräum-Tipps

1. Vorbilder

Unbeeindruckt von gelegentlichen Ausbrüchen der Eltern wird der Schreibtisch vollgepackt mit altem Papier, Schulheften und abgelegten Spielzeugen. Hausaufgaben? Die lassen sich ja wohl am besten auf dem Boden erledigen. Direkt neben Barbieschloss und Ritterburg, inklusive Spielpause, alle zwei Minuten.

Wer die Produktivität da infrage stellt und den Sprößling auf seinen vollgepackten Schreibtisch verweist, ist sicher im Recht. Sieht aber der eigene Schreibtisch ähnlich aus – gut, vielleicht kein Lego-Piratenschiff, dafür aber interessante Gebilde aus Ordnern und Tackern – ist der Rat wahrlich nur schwer anzunehmen.

Eltern sind die größten Vorbilder für ihre Kinder – darüber kann man nur noch schwer streiten. Und genauso gilt das auch in Puncto Ordnung…

2. Think big: 2x im Jahr ausmisten!

Rot im Kalender anstreichen und alle machen mit: Großflächig sollte zwei mal im Jahr ausgemistet werden. Als ersten Termin bietet sich da der „Frühjahrsputz“ (Traditionell zwischen März und Mai) an – der zweite sobald es gegen Winter geht, z.B. Mitte November.

Großflächig aufräumen und ausmisten – und dabei etwas Gutes tun: Spielzeuge mit leichten Blessuren können z.B. an Dekra Toyscompany gegeben werden – oder an lokale Einrichtungen, wie die Tafel.

So macht Ordnung Spaß: Dieses Regal nimmt es mit jedem Chaos auf!
Regal im Kinderzimmer, Regalsystem von dearkids

3. Kontinuität statt Hauruck

Struktur und Ordnung können sich nicht von der Zahnfee gewünscht werden: Das muss selbst erarbeitet werden. Anstatt einmal im Monat vor einem nicht zu bewältigendem Berg zu stehen sollte man Kindern besser eine gewisse Regelmäßigkeit an die Hand geben. Feste Aufräumtage, z.B. Sonntags und Mittwochs machen lange Diskussionen um das Warum und Wann überflüssig. Auch der Zeitpunkt kann (und sollte manchmal) festgelegt werden: z.B. immer vor dem Abendessen. Kinder stehen dann vor kleineren Aufgaben mit einem schnellen Erfolgserlebnis.

Wenn Freunde da sind, sollen sie mithelfen bevor sie gehen – das ist weder „schlimm“ noch „peinlich“ (obwohl die Kinder da oft ganz anderer Überzugung sind), sondern vermittelt gute Umgangsform und beschleunigt den ganzen Aufräumprozess.

4. Standards

Verständliche Aufgaben formulieren: „Nun räum doch endlich mal den Saustall auf!“ ist natürlich ziemlich unpräzise – Kinder brauchen genaue Anweisungen:

Die Bausteine kommen alle in die grüne Box!

Die Bücher, die du nicht mehr anschauen möchtest, kommen in das obere Regal (…)

Außerdem klare Regeln, auch im fortgeschrittenen Alter:

Keine Essensreste im Zimmer, die Schmutzwäsche wird sofort in den Wäschekorb gelegt, es wird mindestens einmal in der Woche Staub gesaugt …

Daneben gilt es aber auch, die „Leistungen“ des Kindes (und auch des Teens!) anzuerkennen und zu loben. Für kleinere, in der Pädagogik als beschreibendes Lob bezeichnet, heißt das z.B.: „Die Bücher hast du aber toll in das Regal geräumt!“

In der Hektik des Alltags vergessen wir manchmal, dass das für uns Selbstverständliche, für unsere Kleinen unverständlich erscheint. Mit Struktur, Kontinuität und Anerkennung, lässt sich aber beides (friedlich!) vereinen!

5. Strategie

Wenn es nun tatsächlich ans Aufräumen geht:

1. Musik! Ob das Lieblings-Disney-Musical oder das Radio: Mit Musik (das haben sogar Studien ergeben) lässt es sich viel besser und beschwingter aufräumen. Vor allem jüngere Kinder (ab 3 Jahren) beeinflusst das positiv.

2.Gemeinsam räumt es sich am besten auf! Kleinkinder brauchen natürlich vor allem unsere Hilfe, wie in Punkt 4) angesprochen – ohne genaue Anweisung ist das Missverständnis vorprogrammiert.Und natürlich müssen wir Eltern bis zu einem gewissen Alter einfach mithelfen. Doch auch danach räumt es sich zusammen viel besser auf, als alleine 😉

Bücherregal-Kinderzimmer

3. Für die Kleineren:

Spielend aufräumen. Genau so wird es in vielen Kitas und Kindergärten gemacht. Im „Zoo“ gehen die Tiere schlafen, die Polizeiautos werden müde und der Zug muss zurück in den Bahnhof. Somit wird das Aufräumen ein selbstverständlicher, gleichzeitig ansprechender, Teil des Spielprozesses.

 

Haben Sie Tipps und Erfahrungen die sie mit anderen Eltern teilen möchten? Hinterlassen Sie uns doch einen Kommentar! Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Tanti Saluti,

das MOBIMIO Team